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4. Oktober 2011

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Skifahren in Gulmarg mit einem Führer?

von Chris Werren

Der Ski Trip in den Himalaya soll ein tolles Ferienerlebnis werden! Tagsüber bei besten Pulverschnee Verhältnissen lange Abfahrten über unberührte Hänge und durch wunderschöne Landschaften geniessen, gemütliches Zusammensein beim Genuss von exotischen Gerichten oder einem Drink in geheizten Räumen am Abend und in der Nacht sich beim gesunden Schlaf erholen und zwar in einem komfortablen Bett und in einem warmen und sauberen Zimmer. So kann man die Erwartungshaltung der meisten Gäste beschreiben die ihren Winterurlaub in Gulmarg planen.

Die Reise nach Gulmarg führt tatsächlich in eines der besten und eindrucksvollsten Pulverschneegebiete der Welt – sie führt aber auch in eine Region über die man wenig weiss, in ein Skigebiet das mit seinen 7 Jahren noch nicht einmal das Teenager Alter erreicht hat, in einen Kulturkreis der den meisten von uns fremd ist, in eine kleine Siedlung in der die Infrastruktur bisher vor allem auf den Sommer Tourismus aus- gerichtet war, an einen Berg der auf Grund seiner Exposition und Topographie ein erhebliches Gefahren- potential darstellt und an einen Ort in dem sich die meisten Dienstleistungsanbieter (Sportgeschäfte, Skilehrer, Führer, Hotels, etc.) noch ganz am Anfang des Lernprozesses zur professionellen Betreuung der Wintersportler befinden.

Viele potentielle Gäste suchen deshalb vor allem im Internet nach relevanten Informationen um sich auf den Winterurlaub in Gulmarg richtig vorbereiten zu können und um den richtigen Partner zum Buchen dieses speziellen Ferienerlebnisses zu finden. Gerade bei Reisen in unbekannte Regionen ist es wichtig sich im Voraus ein möglichst exaktes Bild darüber zu machen auf was man sich einstellen muss. Von den Komforterwartungen an das Hotel über die Sicherheit im Landesteil und den Gefahren auf der Strasse und am Berg bis hin zu den tatsächlichen Kosten für den Ferienaufenthalt ist man mit vielen Unbekannten konfrontiert. Seriöse und kompetente Antworten dazu findet man aber nur  selten in den im Netz zur Verfügung stehenden Informationsquellen.

Unter dem Titel „Skifahren in Gulmarg mit einem Führer?“ beschreibe ich auf was es ankommt um das „tolle Ferienerlebnis“  sicherzustellen. Dazu greife ich auf meine Erfahrungen als Führer und Leiter von Ski- und Expeditionsreisen in der ganzen Welt  zurück, u.a. seit dem Winter 2006 auch als Organisator und Führer von Pulverschnee Programmen in Gulmarg.

Besonders an Orten wie Gulmarg bieten geführte Programme viele Vorteile und umfassen deshalb immer viel mehr als „nur“ die Gewährleistung der Sicherheit am Berg! Bei den professionellen Anbietern kümmert sich das Team vor Ort daher nicht nur um das kompetente Führen im Gelände sondern auch darum Alles dafür zu tun, dass das erhoffte tolle Ferienerlebnis tatsächlich zur Realität wird!

Beispielhafte Gastfreundschaft und umfassende Gästebetreuung

In Gebieten in denen die touristischen Infrastrukturen nur sehr rudimentär vorhanden sind und wo die Gäste zudem mit Kulturen konfrontiert sind die sie höchstens aus Berichterstattungen in den Medien oder im besten Fall von Aussagen von früheren Besuchern kennen ist es enorm wichtig, dass sich die Reisenden vom Zeitpunkt der Ankunft bis zur Abreise sicher und willkommen fühlen! Nur die wenigsten Skiurlauber haben Zeit für Experimente oder grosse Lust sich auf ein „hard core“ Abenteuer Erlebnis einzulassen. Sie wollen die wenigen ihnen zur Verfügung stehenden Skitage geniessen und mit möglichst vielen schönen Erfahrungen gesund nach Hause kommen. Professionelle Anbieter kümmern sich deshalb rund um die Uhr um das Wohl der Gäste und sie stellen sicher, dass auch immer ein Ansprechpartner da ist mit dem sich die Besucher in ihrer Muttersprache unterhalten können!

Gerade in Gulmarg kommt dem Aspekt der Gästebetreuung von A bis Z eine besondere Bedeutung zu. Der Ski Tourismus mit mehreren hundert ausländischen Gästen pro Woche existiert in Kaschmir erst seit dem Winter 2005/2006. Im abgelegenen Gulmarg wurden zwar in den vergangenen Jahren ein paar neue Hotels gebaut die den Komforterwartungen der internationalen Kundschaft entsprechen sollten (z.B.  zentral beheizte Räume im ganzen Hotel, Badezimmer mit funktionierender Zufuhr von ausreichend fliessend warm und kalt Wasser in allen Zimmern und für alle Gäste, einen genug grossen Speisesaal zur gleichzeitigen Bewirtung aller Hotelgäste, etc.), bis heute erfüllt aber kaum ein Hotel diese Ansprüche zu 100%. Die Anzahl Zimmer die teilweise den Mindestansprüchen der Gäste entsprechen die nicht zum Segment des „Budget Reisenden“ gehören liegt immer noch bei nur rund 150. Diese Zimmer sind meist schon lange zum voraus fest gebucht resp. überbucht und vernünftige Alternativen in der Nähe des Skigebiets gibt es keine.

Um den Entscheid treffen zu können welche Art von Himalaya Ski Urlaub man buchen soll ist es zudem wichtig zu wissen, dass die Gästezahl in Gulmarg in den vergangenen Jahren vor allem in der Periode Mitte Januar bis Ende Februar deutlich zugelegt hat, dass sich aber gleichzeitig das Angebot von Hotel- unterkünften für Gäste die einen bestimmten Komfort erwarten kaum verändert hat und die meisten in Frage kommenden Hotels deshalb überbucht sind. Es ist deshalb die Aufgabe der Anbieter von „geführten“ Programmen sicherzustellen dass die Erwartungen ihrer Gäste auch unter diesen Bedingungen tatsächlich vollumfänglich erfüllt werden!

Sicherheit am Berg

Ein Pulverschnee Gebiet kann noch so gut erschlossen sein und sich in der Freeriding Szene noch so stark etabliert haben – erst wer vor Ort am Berg steht wird mit den tatsächlichen Realitäten konfrontiert. Häufig sind die angetroffenen Geländeherausforderungen schwieriger als erwartet und die Einstiegspunkte zu den geplanten Routen lassen sich nicht so leicht finden wie man angenommen hat. Zudem gibt es meistens wenig seriöse Informationsquellen zur tatsächlichen Lawinengefahr und auch die Rettungs- infrastrukturen existieren nur rudimentär oder gar nicht! Freerider mit einer grossen Erfahrung in hoch- alpinen Gebieten und den nötigen Kenntnissen zur kompetenten Beurteilung der Lawinengefahr sowie zur Evaluation der Terrainmöglichkeiten finden sich in der Regel innerhalb eines vernünftigen Zeitraums zurecht. Für Fahrer mit wenig Erfahrung im Hochgebirge und nur einer Grundausbildung zur Lawinen- gefahrenbeurteilung werden die Abfahrten aber häufig zu „Russisch Roulette“ Erlebnissen!

Die Entscheidung ob man einen Guide braucht lässt sich in der Regel relativ leicht treffen – dazu muss man nämlich nur die folgenden Fragen ehrlich mit „ja“ beantworten können: „Bin ich jederzeit in der Lage das Lawinenrisiko und die Terrainbedingungen so zu beurteilen dass ich mit einem guten Gefühl im Bauch als erster in den Hang fahren kann oder allenfalls bereits vorhandenen Spuren folgen darf, und bin ich fähig selbstständig den Weg ins Tal und zurück zur Bergstation oder ins Dorf zu finden, auch bei Nebel oder in der Dunkelheit?“!

Gulmarg ist nicht La Grave, Chamonix oder eines der anderen Hochgebirgs-Freeriding-Gebiete in den Alpen wo die Terrainstruktur mit Felsen und engen Couloirs bereits den nötigen Respekt vermittelt und so die Entscheidung zum Fahren mit Führer erleichtert oder den Gast dazu bewegt auf Abfahrten die er als unsicher hält zu verzichten.

Im Gegensatz dazu sind in Gulmarg die meisten Hänge weit offen und sehr lang, es hat viele Rippen und Mulden und insgesamt wirkt das Gelände auf Bildern und aus der Ferne eher sanft und leicht zu befahren. Tatsächlich ist es in Gulmarg weniger die Geländestruktur (Felsen, Couloirs) sondern vielmehr die Gelände Ausrichtung (N/NE/SE), die Hangneigung (mehrheitlich über 35°), die regelmässigen  Windeinflüsse (S/SW) und die starken Schneefälle (meist mehr als 30cm) welche ein deutliches Gefahrenpotential darstellen.

Ein weiterer Punkt der beim interessierten Gast zu falschen Rückschlüssen führen kann ist die relativ geringe Anzahl von Lawinenabgängen mit Verschütteten in den vergangenen Jahren.  Seit dem Winter 2008/2009 verzeichneten wir insgesamt 6 Lawinenunglücke, 5 davon mit jeweils 1 oder 2 verschütteten und zum Teil verletzten Touristen und einen grossen Abgang  mit 45 verschütteten Soldaten, davon 18 Tote und eine Reihe von Verletzten. Die Touristen sind im Gondelbahn nahen Gebiet verschüttet worden, die Soldaten hingegen wurden unterhalb der Waldgrenze im etwas weiter entfernten Terrain erwischt. (s. untenstehende Karte)

Lawinenabgang Apharwat Nord Back Country Zone

Auf Grund dieser Zahlen könnte man das Gebiet am Mt. Apharwat als ziemlich sicher bezeichnen. Aus meiner Sicht erlauben sie aber nur Rückschlüsse für einen Teil des Gebiets (ca. 30%) und müssen auch demenentsprechend verstanden werden. Sie sind vor allem das Ergebnis einer verantwortungsbewussten aber eher konservativen Freigabe des gesicherten Gebiets durch die Verantwortlichen bei der Bergbahn. Damit wird automatisch eine gewisse Verzögerung im Zugang zu den übrigen, in der Nähe der Gondelbahn liegenden und viel befahrenen Hängen erwirkt was deren Risikopotential zwar reduziert aber nicht eliminiert! Für das restliche, immer noch wenig oder kaum befahrene  Gebiet inklusive der langen Abfahrt nach Drang ist man nach wie vor auf die eigenen Fähigkeiten zur Risikobeurteilung und Routenfindung angewiesen.

Zudem stellen wir fest, dass einerseits immer mehr Gäste das Bedürfnis haben mit kurzen Touren das weiter entfernte Gebiet kennen zu lernen, sg. Free Touring zu machen und andererseits nun auch Skifahrer nach Gulmarg kommen welche ihre elementaren Freeriding Fähigkeiten in einem richtigen Pulverschnee Gebiet vertiefen wollen. Die  Erwartungshaltung dieser Gäste lässt sich allerdings nur mit der Teilnahme an einem von Profis geführten Programm erfüllen.

Für unsere Arbeit als Guides unterteilen wir bei Free Ski Himalaya den 20km langen Gebirgskamm am Mt. Apharwat in drei Zonen, die „Safe Zone“ welche die Rinne direkt unter der Gondelbahn umfasst, die „Mainstream  Zone“ welche die einfach zugänglichen, viel befahrenen Rinnen links und rechts der Gondelbahn umfasst sowie die wenig befahrene „Back Country  Zone“ welche das restliche Gebiet am Mt. Apharwat  und die Talabfahrt nach Drang umfasst (70%!!). Während die publizierte Lawinen- gefahrenstufe zwar Rückschlüsse auf den ganzen Gebirgszug erlaubt so gelten für Abfahrten ausserhalb der „Safe Zone“ für Fahrer und Führer auch hier dieselben Verhaltensregeln wie in allen anderen ungesicherten Gebieten im Hochgebirge. Abfahrten in der „Back Country Zone“ sollten daher ausschliesslich in Begleitung eines ausgebildeten und erfahrenen Führers in Angriff genommen werden. In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage wo finde ich in Gulmarg einen Führer dem ich vertrauen kann und mit dem ich mich sicher fühle – gibt es die überhaupt?

Sämtliche Infrastrukturen und Dienstleistungsbereiche für den Wintersport befinden sich in Gulmarg nach wie vor in einer Entwicklungsphase. Dies gilt auch für den Bereich der „Snowguides“ in dem sich mit der Entwicklung der Besucherzahlen immer mehr Akteure tummeln, ähnlich wie bei den Guides für die Trekking Gebiete in Nepal. Das „Guide Angebot“ in Gulmarg besteht heute im Wesentlichen aus den folgenden drei Gruppen:

  • Die erste Gruppe besteht aus einer Handvoll von freischaffenden Führern die dank ihrer Fähigkeiten das Vertrauen der Kunden gewonnen haben und weiter empfohlen worden sind. Die meisten verfügen über die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen um Gäste in der sg. „Back Country Zone“ sicher zu führen und sind deshalb während der Hauptsaison mit ihren eigenen Gästen meist voll ausgelastet.
  • Die zweite Gruppe von rund 20 Führer verfügt zum Teil über ein ähnliches Fähigkeitsprofil wie die freischaffenden Guides, sie arbeiten hauptsächlich für die in Gulmarg tätigen Programm Anbieter und werden von diesen teilweise auch ausgebildet. Auch diese Guides sind in der Periode Mitte Januar bis Ende Februar in der Regel voll ausgelastet.
  • Die dritte Gruppe ist für mich die „JEKAMI“ Gruppe, hier findet man vom guten und charakterlich reifen Skifahrer mit selbst erarbeiteten Grundkenntnissen zum Führen von Gästen über Fahrer mit guter Skitechnik aber kaum Führungserfahrung bis hin zum durchschnittlichen Fahrer der unter Umständen seine erste Skiabfahrt vom Apharwat Gipfel in Begleitung seiner Kunden erlebt einfach alles!

Die Führer in Gruppe eins und zwei sind sg. „Registered Guides“ und als solche offiziell legitimiert Gruppen oberhalb der 2. Sektion der Gondelbahn zu führen, ein grosser Teil davon hat sich in den vergangenen Jahren auch ausreichend weitergebildet um die Verantwortung als Führer zu übernehmen. Man findet eine Liste mit deren Namen und Foto im Tourismus Büro und solange sie da hängen bleibt auch an der Talstation der Gondelbahn.

Vertrauen aufbauen und Sicherheit gewährleisten sind die wichtigsten Elemente im Aufgabenprofil eines guten Führers, die Fähigkeiten dazu sind für Free Ski Himalaya die massgeblichen Kriterien zur Auswahl und Beschäftigung unserer Guides, und sind für uns weitaus entscheidender als die perfekte Skitechnik. Zuoberst auf der Checkliste stehen deshalb die Fähigkeiten zur verbalen und non verbalen Kommunikation (Wortschatz und Aussprache in der Führersprache/Unterrichtsprache Englisch, Erscheinungsbild und Auftreten), der zweite Punkt ist charakterliche Reife, d.h. die Fähigkeit die Rolle des verantwortungsbewussten Führers, des durchsetzungswilligen und –fähigen Chefs in kritischen Situationen, des beratenden Coachs und des guten Freundes am Berg jederzeit richtig erfüllen zu können. Natürlich müssen sie auch gut genug Ski fahren können um Gruppen aller Leistungsklassen führen zu können. Alles andere bringen wir ihnen bei!

Zusammenfassend will ich folgendes festhalten: Wer in Gulmarg Abfahrten ausserhalb der „Safe Zone“ machen will und um seine Sicherheit bedacht ist braucht immer einen Guide! Je weiter man sich ins Gebiet hinaus wagen will umso grösser sind die Anforderungen an die Fähigkeiten und die Erfahrung des Führers und umso schwieriger wird es für den Gast den passenden und kompetenten Begleiter spontan und im letzten Moment zu buchen.

Einzigartige Pulverschnee Erlebnisse

Der Schwerpunkt eines tollen Ski Urlaubs in Gulmarg sollen vor allem einzigartige und unvergessliche Pulverschnee Erlebnisse sein. Auf diese Erwartungshaltung sollten und müssen sich alle Anbieter von Programmen ausrichten, insbesondere diejenigen Organisationen welche „geführte Programme“ anbieten. Mit ausgezeichneten Schneeverhältnissen und 100% Sonnentagen ist diese Erwartungshaltung zwar auch mit miesen Rahmenbedingungen zu erfüllen – wir wissen aber Alle dass wir in den Bergen und vor allem im Hochgebirge/Himalaya immer mit 40% bis 50% Schlechtwetter rechnen müssen! Weil das so ist müssen wir Alles dafür tun damit der ganze Urlaub auch wirklich zu einem positiven Erlebnis wird, wie zum Beispiel für das Salewa Team und die vielen anderen Gäste die mit Free Ski Himalaya seit dem Winter 2006 in Gulmarg am Berg waren!

Da Gulmarg noch nicht der ausgereifte Winter Sportort ist in dem Alles garantiert so abläuft wie man es erwartet oder wie es in diversen Berichten aus subjektiven Gesichtspunkten schön geschrieben worden ist muss sich der potentielle Besucher zum Voraus gut informieren damit er eine fundierte Entscheidung darüber treffen kann wie er sich organisieren will.

Bei Reisen an eine mir unbekannte Abenteuer Destination für Bergsport Aktivitäten gilt für mich immer der folgende Grundsatz „Hoffe aus das Beste und bereite Dich auf das Schlimmste vor!“ und damit bin ich bis heute immer gut gefahren! Je weniger Zeit ich habe umso mehr muss ich den kritischen Pfad zum Voraus durchleuchten und mögliche Risikofaktoren minimieren oder wenn möglich sogar eliminieren. Mit anderen Worten ich muss mir das Beste, am Ort vorhandene „Know How“ sichern und bereit sein dafür auch die Mehrkosten von 10% bis 15% auf den Gesamtreisekosten zu bezahlen. Für einen kurzen Aufenthalt in Gulmarg würde ich daher immer ein „geführtes Programm“ buchen um damit sicher- zustellen, dass ich in den mir zur Verfügung stehenden 8 bis 14 Tagen das Maximum an Erfahrungen, Erkenntnissen und Erlebnissen mitnehmen kann.

Wichtig dazu sind jedoch real existierende und etablierte Programm Anbieter mit Strukturen welche die von mir erwarteten Dienstleistungen auch tatsächlich kompetent erbringen können. Auf Grund der steigenden Besucherzahlen in Gulmarg hat sich auch die Zahl der „Programm Anbieter“ stetig erhöht und der potentielle Besucher kann heute wählen für welchen Buchungspartner und für welches Programm  er sich entscheiden will:

Die obigen Programme unterscheiden sich im Wesentlichen durch den Umfang des Dienstleistungs- angebots, die Art der Programm Durchführung  sowie die Kosten für die Teilnahme. Die Anbieter Profile für die verschiedenen Programm Typen können wie folgt charakterisiert werden:

  • „Private Programs“, diese werden ausschliesslich von erfahrenen, internationalen Bergführern mit z.T. UIAMG Diplom angeboten. In der Regel lassen sich diese während den ersten paar Tagen oder bei grösseren Gruppen sogar ganzzeitig auch von einem erfahrenen einheimischen Führer begleiten. Ihre Kunden sind meistens Gäste die sie schon aus früheren Touren kennen. Ihre Gäste wohnen in den besten Hotels, die Gruppen Grösse ist beschränkt und die Reisetermine sind fix.
  • „Professional Programs“, diese werden von Unternehmen durchgeführt die hauptsächlich im Bereich Abenteuer Tourismus tätig sind. Ski Reisen nach Gulmarg gehören zu ihrem Kerngeschäft. Die Programme werden vor Ort von erfahrenen, meist international tätigen Bergsport Spezialisten geleitet und in Zusammenarbeit mit von ihnen ausgebildeten einheimischen Führern durchgeführt. Die Gäste werden in einem vom Veranstalter geprüften Hotel aus der besten Kategorie untergebracht. Die Gruppen Grösse ist auf 4 bis 6 Gäste mit weitgehend identischer Fahrstärke beschränkt, die Reise Termine und Aufenthaltsdauer können vom Gast frei gewählt werden.
  • „Commercial Programs“,  darunter fallen die Angebote von Reisebüros, Vermittlern und Agenten. Die Angebote beinhalten häufig nur ein Teil der am Ort benötigten Dienstleistungen, meist die Hotel Übernachtung und z.T. einen einheimischen Bergbegleiter oder „Führer“. Für die meisten dieser Anbieter sind die Programme in Gulmarg nur ein kleiner Teil ihres Geschäftsvolumens oder eine Nebenbeschäftigung. Vor Ort sind die Gäste in der Regel auf sich selbst gestellt oder werden teilweise von einem dafür bezeichneten lokalen Ansprechpartner betreut. Die Gäste werden in verschiedenen Hotels untergebracht, die Reisetermine und Aufenthaltsdauer sind in der Regel vorgegeben.

Dank dieses breiten Angebots kann der Gast heute die Programm Variante wählen welche seinen Bedürfnissen und Ansprüchen am besten entspricht. Vom nicht geführten „kommerziellen Programm“ über ein geführtes „professionelles Programm“ bis hin zum exklusiven „privaten Programm“ mit einem diplomierten UIAMG Bergführer. Je höher der Anspruch nach Komfort, Sicherheit und persönlicher Betreuung ist und je weniger Kenntnisse der fremden Kultur und des Pulverschnee Fahrens in abgelegenen hochalpinen Gebieten vorhanden sind desto wichtiger ist es den richtigen Partner auszuwählen und den Entscheid zu treffen ob man das Programm in Gulmarg mit oder ohne Führer bucht.

Bei der Suche nach dem geeigneten Partner zum Buchen einer Abenteuer Reise sollten deshalb jeweils die folgenden Punkte genauer beleuchtet werden:

  • Qualität und Umfang der Programm Informationen
  • Referenzen und Erfahrungsberichte
  • Firmen und Führer Profile sowie Tätigkeitsschwerpunkte
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen

Fazit: Nur nach einer seriösen Abklärung sämtlicher angesprochenen Punkte und einer ehrlichen Beurteilung der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten ist man in der Lage die Frage „Ski fahren in Gulmarg mit einem Führer?“ abschliessend zu beantworten und damit sicherzustellen dass das erhoffte tolle Pulverschnee Erlebnis im Himalaya auch tatsächlich zur Realität wird!

Zum Autor: Chris Werren organisiert und führt seit mehreren Jahren Abenteuer Ski Reisen und Trekking Expeditionen in der ganzen Welt.

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